Gib nie etwas auf, an das du jeden Tag denken musst

"Wenn du keinen Spaß an einer Sache hast, bedeutet dies, dass du nicht deiner Bestimmung folgst, denn die Erfüllung deines Seelenplans bringt dir immer Spaß" - Zitat Die Heilung des Inneren Kindes von Susanne Hühn

 

Diese Karte zog ich heute in meinem Achtsamkeitsadventskalender und sie gab mir den Impuls endlich mal wieder einen Artikel hier einzustellen.

Denn, ich sehe das genauso!

 

So oft frage ich mich: Warum verbleiben Menschen immer wieder in Situationen, die ihnen nicht gut tun? Die Seele schreit schon förmlich und bittet sich zu befreien und doch werden die Ohren zugemacht und das innere Radio einfach lauter gedreht.

Dieses Phänomen begegnet mir häufig in meiner Praxis, Klienten leben nach dem Motto "das Leben ist zum aushalten da!" 

NEIN! Das stimmt nicht, wir werden nur genau so erzogen. 

 

Beispiel:

 

" Ich bin so unzufrieden mit meiner Arbeit, die Kollegen sind zum Kotzen, der Chef erwartet übernatürliche Fähigkeiten für ein Lob und wow Gott sei dank ist schon Mittwoch, nur noch 2 Tage..." - Diese Menschen setzen sich Highlights in ihre Woche damit alles nicht mehr so schlimm erscheint. Sie leben von Wochenende zu Wochenende, um zu überleben und auszuhalten. Ist das richtig? Sollte uns nicht das, womit wir einen Großteil unserer LEBENSzeit verbringen, Freude bereiten und uns erfüllen, statt Energie zu rauben?

 

Unsere Seele sagt uns ganz genau wo unser Weg ist und JA , du kannst sie auch hören, in jedem Moment deines Lebens und es ist deine Entscheidung sie zu hören, oder zu ignorieren. 

 

Schließe doch mal deine Augen und stelle dir eine Situation oder eine Person vor, die dir zur Zeit Magenschmerzen bereitet. 

Stelle dir diese Situation oder Person an einer Kreuzung vor, gehe gedanklich nun den altbekannten Weg, alles bleibt wie es ist und FÜHLE! - Was macht das mit dir? Zieht sich dein Magen zusammen? Hast du ein ungutes Gefühl? Bedrückt dich dieser Weg? 

Und dann, wenn du ein Gefühl für diesen Weg bekommen hast, gehst du zurück zu der Kreuzung und probierst den neuen Weg aus. Wie fühlt er sich an? 

Sei ganz ehrlich zu dir. 

Vielleicht hast du Angst und es ist ein bisschen wie Achterbahn fahren im Bauch, das ist ok! Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, neue Dinge bedeuten kurzfristige Unruhe und manchmal auch das Abgeben der Kontrolle.

ABER viel wichtiger ist, was macht dieser Weg mit dir? Bringt er dir ein Lächeln? Eine Art Befreiung? 

Bist du ambivalent? 

 

So kommunizieren wir mit unserer Seele. Die Gedanken macht unser Hirn, Gedanken sind elektronische Impulse, die uns limitieren. Das Fühlen kommt aus unserer Seele - fühlt es sich gut an, machen! 

 

Ja, ich weiß... das ist leichter gesagt als getan. 

 

Wir sind alle Menschen, der eine braucht einen Anlauf mehr als der Andere und das ist ok. Der eine braucht eine Hand, die ihm hilft und ein Stückchen hält, damit er den Mut findet und wieder andere sind schon so weit sich unerschrocken nach ihrem Gefühl zu richten.

 

In einigen Lebensbereichen bin ich bei dem Part der Unerschrockenheit bereits angekommen. Mein Paradebeispiel:

 

Ich wusste immer, in welchem Bereich ich in meinem Leben arbeiten möchte. Schon als Jugendliche war mir klar, ich werde eine eigene Praxis haben. Um den Traum zu verwirklichen habe ich eine kaufmännische Ausbildung gemacht, danach ein wahnsinnig tolles Hofladencafé geleitet und zuletzt für eine Modedesignerin gearbeitet. 

Ein Job, der mit meinen 4 Kindern und einem Haus, das ab bezahlt werden möchte, eine sichere Nummer war.

Aber es passte hinten und vorne nicht mehr für mich. Anfangs fügte sich alles so toll, es machte Spaß und ich ging mit Feuereifer in die Arbeit hinein. Mit der Zeit füllte sich mein Herz mit ein wenig Wehmut, die Energie verflog bei der Arbeit viel schneller als zu Anfang. Ich hatte die Dinge, die ich lernen sollte gelernt und es war bereit weiterzuziehen. 

Wenn man darüber nachdenkt wäre das ja ganz schön riskant wegen eines Gefühls zu kündigen, wenn man doch so einen sicheren und gut bezahlten Job hat... das war die Kreuzung. Ich habe mich für den neuen Weg entschieden, denn mein Gefühl teilte mir das ganz unmissverständlich mit. Und zack! Dann folgte die Eröffnung meiner Praxis und es war die allerbeste Entscheidung, die habe treffen können. 

Es fügte sich alles hervorragend und der Weg baute sich rasend schnell vor mir auf. 

 

In anderen Bereichen muss ich auch noch lernen die Angst los zulassen und nicht aufzugeben und den Weg der Sicherheit zu gehen. Die Angst die Kontrolle zu verlieren, Angst vor Verletzungen, Angst vor dem Fallen und 

trotzdem das Herz weit geöffnet zu lassen. 

Das ist ok! Wir sind ja hier um zu lernen.

Aber ich möchte dich ermutigen in dich zu gehen, dich zu fragen, was möchte meine Seele mir sagen, wo soll ich hin und wen brauche ich in meinem Leben und wen nicht.

 

Denn gib nie etwas auf, an das du jeden Tag denken musst.

 

Mone

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Claudia Peitzner (Montag, 02 Dezember 2019 20:44)

    Liebe Mone, du sprichst mir aus der Seele. Wenn man bereit ist, für etwas loszugehen, fügen sich Dinge, wie man es nie zu träumen gewagt hätte. Es braucht den ersten mutigen Schritt. Und vielleicht noch eine Person, die an einen glaubt. Und dann wird man belohnt für seinen Mut und das Leben zeigt sich von seiner schönsten Seite. Die konnte man nur vorher nicht sehen. Liebe Grüße und danke für deinen Weg. Er ist großartig! Claudia