Perfektion und Schönheit liegen im Auge des Betrachters

Das Ding mit der Perfektion... Wir kennen sie alle, diese kleine Stimme, die uns antreibt, obwohl wir längst müde sind. Die uns weiß macht, dass das was wir tun längst nicht so gut ist, wie das Werk eines anderen. Alle können alles besser und komisch, denen gelingt es so spielend leicht. 

 

Kommt dir das bekannt vor? Herzlichen Glückwunsch, wahrscheinlich bist du ein Perfektionist. 

Das ist keine Krankheit, das ist keine Macke, du bist nicht irre... Du kannst da gar nichts für.

Du wurdest so geprägt... Im Alter zwischen 0 und 7 Jahren werden die Grundsteine für unser späteres Leben gelegt. All das was dir dort beigebracht wird, wie man mit dir umgeht und was du in dem jungen Leben erfahren darfst, wirkt sich nachhaltig auf dein Verhalten aus. 

Du wirst zu dem geformt, was du heute bist.

Ein Baby, dass auf die Welt kommt, empfindet nichts als bedingungslose Liebe. Erst mit der Zeit und mit seinen Erfahrungen wandelt sich das Blatt und die Sicht auf die Dinge.

 

Als Beispiel:

In der Kindheit wurde stets Wert darauf gelegt, dass man die Hausaufgaben organisiert erledigt, gute Noten schreibt und "wer ist". 

Brachte man eine 1 mit nach Hause, wurde gelobt und anerkannt. Hat man allerdings eine Arbeit verhauen blieben die netten Worte aus. Für gute Leistung wurde Liebe verteilt, für eine weniger gute Leistung eben keine. ( Wenn ihr jetzt denkt, man sowas gibt es in echt doch gar nicht, kann ich euch aus meinem Praxisalltag sagen : DOCH und viel öfter als ihr meint) 

Das Kind wird darauf konditioniert, dass es ohne Leistung nichts zu erwarten hat. Das Verrückte ist, die Eltern meinen das meistens gar nicht böse. Sie haben Angst, dass ihr Schützling nicht in der Leistungsgesellschaft anerkannt wird und wollen nur das Beste. Sie projizieren ihre Angst auf das Kind. Das macht Druck, Druck macht die Seele und das Herz stumm und den Verstand laut.

Man funktioniert, um den Ansprüchen gerecht zu werden, denn ohne das "Gerechtwerden" gibt es schließlich für den Perfektionisten keine Liebe.

Dieses Beispiel ist nur eines von 1000000, die ein Kind auf das Perfekt-sein konditionieren.

 

Verstehe mich nicht falsch, manchmal ist ein bisschen Perfektionismus eine echt gute Sache - ABER, eben so wie mit allem, in Maßen! 

 

Ich habe eine Leidenschaft und das ist das Herstellen von Schmuck mit Heilsteinen. Ich habe ein liebevolles Label ins Leben gerufen, es heißt Yoluna. Dort biete ich Mala-Workshops an, ein Online, oder ohne Corona auch ein Offline Seminar, in dem jeder Teilnehmer/in seinen eigenen Wegbegleiter knüpft- 108 Perlen mit 108 Knoten. Für alle eine Geduldsprobe und Herausforderung. Aber nun stell dir mal den Perfektionisten vor. Ist ein Knoten nicht diiiiirekt an der Perle, so das sie keinen Spiel nach vorn und hinten hat, wird gezweifelt "ob das wohl so gut ist", in friggeliger ( Norddeutsch für knifflig) Kleinarbeit wird die Seide wieder geöffnet und so lang geprobt, bis der Knoten an der Perle sitzt. 

Ich habe schon den ein oder anderen Nervenzusammenbruch dabei begleiten dürfen. " Mone, bei dir sieht das so viel schöner aus, kannst du nicht meine Mala machen?" , - ähm , naja.... ich habe das ja auch schon Drölfhundert Mal gemacht. Übung macht den Meister und so. Dann hole ich meine 1. Mala raus und jeder, wirklich jeder findet sie wunderschön. Dann weise ich auf die Zwischenräume der Perlen und Knoten hin, denn die Perlen haben so viel Spiel, dass sie tanzen können (siehe Bild)

STILLE - Schönheit heißt nicht, dass etwas perfekt ist. Schönheit bedeutet, dass man die Dinge mit dem Herzen tut und sie mit dem Herzen sieht. 

Schönheit liegt im Auge des Betrachtes und seiner ganz eigenen Ausrichtung.

 

Sei dir sicher, DU bist perfekt wie DU BIST! Es hätte niemals eine bessere Version von dir geben können, verstehe dies und beginne damit dein Leben zu leben und nicht vom Perfektionismus bestimmen zu lassen. 

Du bist zu jeder Zeit genug und gut - dafür musst du nichts tun!

 

Von Herz zu Herz,

 

Mone

 

 

 

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